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Ausführungsrichtlinien für Luftschichtlüftung

  • event 16-02-2026
  • schedule 08:30
  • timer 2 Minuten

Eine gut funktionierende Fassade beginnt mit einer fachgerechten Ausführung des Mauerwerks. Die Belüftung und Entwässerung der Luftschicht im zweischaligen Mauerwerk ist notwendig, um Dampf und Feuchtigkeit abzuführen, die infolge von Durchschlag oder Kondensation in die Luftschicht gelangt sind. Dies ist für den Erhalt der baulichen Konstruktion von Bedeutung.

Um diese Belüftung korrekt auszuführen, wurden klare Ausführungsrichtlinien festgelegt. Diese Richtlinien bieten eine Grundlage zur Bestimmung der Anzahl und Positionierung von Lüftungsöffnungen im Mauerwerk und bilden die Basis für eine dauerhafte Fassadenkonstruktion.

 

Offene Stoßfugen und stoßfugenlüfter im Mauerwerk

Stoßfugenlüfter werden anstelle offener Stoßfugen eingesetzt, um das Eindringen von Ungeziefer und Schmutz zu verhindern und gleichzeitig ein besseres Fassadenbild zu erzielen. Öffnungen im Fassadenmauerwerk sind notwendig, um die Luftschicht zu belüften und zu entwässern. Deshalb werden während der Bauausführung traditionell an bestimmten Stellen Stoßfugen offen gelassen.

Diese offenen Stoßfugen ermöglichen Luftzirkulation und Feuchteabfuhr, bringen jedoch auch Nachteile im Hinblick auf Schutz und Fassadenbild mit sich. Deshalb werden in der heutigen Baupraxis zunehmend Stoßfugenlüfter eingesetzt, die innerhalb der Ausführungsrichtlinien dieselbe Funktion erfüllen.

 

Mauerwerksrichtlinien

Für die Luftschichtlüftung werden seitens der Ziegelindustrie folgende Mauerwerksrichtlinien angegeben:

Um eine ausreichende Belüftung und Entwässerung der Luftschicht zu gewährleisten, muss an allen horizontalen Abschlüssen des Mauerwerks, wie unter und über Fensterrahmen, eine Stoßfuge pro drei bis vier Läufer offen gelassen werden. Für eine gute Ableitung von Feuchtigkeit, die hinter das Außenschalenmauerwerk gelangen kann, muss am Anschluss des Mauerwerks an das Fundament eine Stoßfuge pro zwei Läufer offen gelassen werden.

Diese Richtlinien stammen aus Infoblatt 45; Ausführungsrichtlinie für Ziegelmauerwerk – Verband der Koninklijke Nederlandse Bouwkeramiek (www.knb-keramiek.nl). Auch in der Veröffentlichung „Entwurfsrichtlinien – Ziegel in Außenfassaden“ von KNB-Keramiek sind diese Richtlinien mit zusätzlichen Normverweisen enthalten.

 

Theorie/normen

Die Luftschichtlüftung wird auf Grundlage der Lüftungsöffnungsfläche in mm² in drei Kategorien eingeteilt: nicht belüftet, schwach belüftet und stark belüftet.

 

Fazit/Empfehlung

Die Mauerwerksrichtlinien in Kombination mit BRL 2826 / NTA 8800 / NPR 2068 führen zur folgenden allgemeinen Empfehlungstabelle:

Für eine Schnellberechnung kann die obenstehende allgemeine Tabelle verwendet werden. Bei einer schwach belüfteten Luftschicht kann von drei Stoßfugenlüftern oder Mauerdurchführungen pro Meter Fassade ausgegangen werden.

Die Lüftungsöffnungsfläche von Stoßfugenlüftern und Mauerdurchführungen variiert je nach Typ und Größe. Das Sortiment von Tilmar an Stoßfugenlüftern und Mauerdurchführungen bietet Öffnungsflächen von 200 bis 600 mm² pro Stück. Für eine detaillierte Berechnung können die nachstehenden Tabellen verwendet werden.

 

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