Vogelspikes montieren und Vögel vertreiben
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Vogelspikes montieren und Vögel vertreiben

  • event 04-09-2026
  • schedule 08:00
  • timer 5 Minuten

Tauben, Möwen und andere Vögel sorgen an Gebäuden und Denkmälern regelmäßig für Probleme. Vor allem die aggressiven chemischen Verbindungen im Vogelkot können auf Dauer Schäden an Fassaden, Dachkanten und Konstruktionen verursachen. Darüber hinaus birgt Verschmutzung Gesundheitsrisiken durch die Übertragung von Krankheiten, und die Anwesenheit von Vögeln kann zu sichtbarer Verschmutzung und Lärmbelästigung führen. Ein gut gewähltes Vogelabwehrsystem verhindert diese Probleme, sofern es zur jeweiligen Situation passt.

 

Welche Systeme gibt es zur Vogelabwehr?

Es stehen vier Hauptsysteme zur Vogelabwehr zur Verfügung:

  • Spikes: Streifen mit robusten Edelstahlspikes, zu befestigen u. a. an Rohren, Kanten und Simsen.
  • Schwachstromdraht: flache Streifen mit Schwachstrombahnen, ebenfalls geeignet für Rohre, Kanten und Simse.
  • Netze: geflochtene Drahtnetze, mit denen Flächen bespannt werden.
  • Draht: gespannte Edelstahldrähte, einsetzbar u. a. an Kanten und Simsen.

Welches System am besten passt, hängt davon ab, warum sich die Vögel an einem bestimmten Ort aufhalten und um welche Vogelart es sich handelt. Grob lassen sich drei Situationen unterscheiden:

Belastung Situation Geeignete Systeme
Gering Einzelne Vögel, wenig Verschmutzung Drahtsystem, Spike-System, Vogelabwehrnetze, Schwachstromdraht
Mittel Mehrere Vögel tagsüber, oft in Futternähe Spike-System, Vogelabwehrnetze, Schwachstromdraht
Hoch Vögel, die dort schlafen oder nisten Spike-System, Vogelabwehrnetze, Schwachstromdraht

Schwachstromdraht und Vogelabwehrnetze eignen sich für alle Vogelarten. Spikes werden bei Tauben, Möwen und Rabenvögeln (große Vögel) eingesetzt. Draht ist vor allem für Tauben und Möwen einsetzbar. Zur weiteren Unterstützung der Wahl zeigt die folgende Tabelle eine relative Bewertung je System (1 bis 5 Sterne, je mehr Sterne, desto günstiger):

System Wirksamkeit Haltbarkeit Unauffälligkeit Montagezeit
Spikes ★★★★ ★★★★★ ★★★★ ★★★★★
Schwachstrom ★★★★★ ★★★ ★★★★★ ★★★★★
Netze ★★★★★ ★★★★★ ★★★ ★★★
Draht ★★★ ★★★★ ★★★★★ ★★★

 

Was ist der Unterschied zwischen den Vogelspikes?

Tilmar bietet verschiedene Vogelspikes, jeweils abgestimmt auf einen bestimmten Anwendungsfall und Vogeldruck.

Zur Taubenabwehr gibt es drei Varianten: den P14, P20 und P32. Der P14 eignet sich für Kanten und Simse bei geringer Belastung, zum Beispiel vorübergehende Sitzplätze tagsüber. Die 14 Spikes stehen 65 mm auseinander, was eine Schutzbreite von 130 mm ergibt. Bei höherer Belastung, etwa in der Nähe von Futterstellen, ist der P20 die bessere Wahl. Dieser hat 20 Spikes im Abstand von 140 mm, was eine Schutzbreite von 205 mm ergibt. Bei starker Belastung, wie Schlaf- und Nistplätzen, bietet der P32 den besten Schutz: 32 Spikes im Abstand von 200 mm, mit einer Gesamtschutzbreite von 265 mm.

Zur Möwenabwehr gibt es den G20. Dieser Spike basiert auf dem P20, jedoch mit deutlich höheren Spikes, speziell entwickelt, um auch größere Vögel wie Möwen wirksam abzuwehren.

Neben der P- und G-Serie gibt es auch den T40-Taubenspike, erhältlich in drei Ausführungen: Basic, Premium und Premium Schwarz. Wie der P14 und P20 eignet sich der T40 für Situationen mit geringem bis mittlerem Vogeldruck, etwa Kanten und Simse, auf denen Vögel regelmäßig landen. Der Unterschied liegt vor allem in der Art der Befestigung der Spikes. Alle drei Ausführungen haben 40 Spikes, verteilt auf vier Reihen zu je 10 Spikes. Bei der Basic-Ausführung sind die robusten Edelstahlspikes optimal klemmend mit einem Kunststoffstreifen verbunden. Bei Premium und Premium Schwarz sind die Edelstahlspikes fest mit einer Edelstahlbasis verbunden. Bei Premium Schwarz ist diese Basis samt Spikes vollständig schwarz beschichtet.

 

Wie montiert man die Vogelspikes?

Vogelspikes sind Streifen, bei denen robuste Edelstahlspikes klemmend mit einem UV-beständigen Polycarbonat- oder Edelstahlstreifen verbunden sind, sodass die Spikes auch bei Temperaturschwankungen und Witterungseinflüssen fest an ihrem Platz bleiben. Die Spikes haben eine stumpfe Spitze, um Verletzungen von Vögeln und Monteuren zu vermeiden, und die Polycarbonatstreifen (33 oder 50 cm lang) sind mit Sollbruchstellen versehen, sodass sie sich leicht kürzen lassen.

Schritt 1: Platzierung der Vogelspikes
Die Spitzen der Spikes müssen mindestens 5 mm über die Kante hinausragen. Bei Verwendung mehrerer Reihen darf der Abstand zwischen den Spitzen nicht mehr als 65 mm betragen. Mit Klebedichtmasse lassen sich die Streifen hervorragend auf vielen baulichen Untergründen befestigen.

Schritt 2: Vorbereitung
Wählen Sie eine Klebedichtmasse, die sowohl für den Untergrund als auch für den Kunststoff- (Polycarbonat-) oder Edelstahlstreifen geeignet ist. Bei allen Klebeanwendungen muss der Untergrund für den Klebstoff geeignet und korrekt vorbehandelt sein, und die übrigen Verarbeitungsvorschriften müssen eingehalten werden.

Schritt 3: Klebedichtmasse auftragen
Mit einer Standard-Kartusche (310 ml) können etwa 15 Meter Vogelspikes verklebt werden.

Schritt 4: Befestigung
Die Streifen sind mit Löchern in der Klebenut versehen. Diese sorgen für eine zusätzliche Verankerung des Klebstoffs und des Streifens mit dem Untergrund, nachdem der Streifen angedrückt wurde.

Neben der Klebebefestigung sind auch verschiedene Clips erhältlich, mit denen sich die Streifen an Rinnen, Fenstern, Balken und Rohren befestigen lassen, darunter der Fensterclip, der standardmäßig ab Lager lieferbar ist.

 

Abwehr durch Verschluss mit der Vogelschutzleiste

Die vier oben genannten Systeme funktionieren alle nach demselben Prinzip: Sie machen eine Oberfläche unattraktiv oder unbrauchbar zum Landen oder Nisten, während der Ort selbst zugänglich bleibt. Die Vogelschutzleiste geht das Problem anders an. Anstatt Vögel von einer Oberfläche fernzuhalten, verschließt die Vogelschutzleiste den Zugang zu einem Raum vollständig, insbesondere die Öffnungen unter Dachziegeln, an Dachkanten und am Übergang zwischen Dach und Fassade.

Dadurch können sich Vögel nicht mehr unter dem Dach einnisten, während die Luft durch die Öffnungen weiter zirkulieren kann. Das macht die Vogelschutzleiste zur richtigen Wahl, wenn die Belüftung der Dachkonstruktion erhalten bleiben muss, der Zugang für Vögel aber verschlossen werden soll.

Tilmar liefert Vogelschutzleisten aus Kunststoff, verzinktem Stahl und Edelstahl, mit Unterschieden in Stabilität und Spikelänge:

  • VentiStrip XL (Kunststoff): eine robuste Ausführung mit längeren Spikes, geeignet unter Dachziegeln, Wellplatten und hinter Fassadenelementen wie bei Verschalungen. Montage durch Nageln, Schrauben oder Klemmen. Die Kunststoffausführung ist eine preisgünstige Wahl für Situationen ohne extreme Belastung.
  • VentiStrip XL-75 (Edelstahl): dank 75-mm-Federn geeignet für größere Öffnungen, zum Beispiel unter Dachziegeln, Solarmodulen oder Fassadenelementen. Edelstahl ist zudem beständig gegen kleine Nagetiere, nicht nur gegen Vögel. Montage durch Nageln, Schrauben, Klemmen oder Kleben.
  • VentiStrip Metall (verzinkter Stahl): eine robuste Alternative zur Kunststoffausführung, ebenfalls geeignet unter Dachziegeln, Wellplatten und Fassadenelementen, montierbar durch Nageln, Schrauben, Klemmen oder Kleben.

Unsicher, ob Kunststoff, Stahl oder Edelstahl die richtige Wahl ist? Die Größe der Öffnung und die gewünschte Lebensdauer sind hierbei oft entscheidend: Für kleinere Öffnungen und ein begrenzteres Budget genügt Kunststoff, während Edelstahl bei größeren Öffnungen oder bei gewünschter maximaler Langlebigkeit vorzuziehen ist.

Auf der Suche nach dem richtigen Vogelabwehrsystem für Ihr Projekt? Schauen Sie sich das Sortiment auf unseren Seiten Vogelspikes, Vogelkamm und Vogelabwehrdraht an, oder kontaktieren Sie unser Team für eine persönliche Beratung.

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